Fernbusmarkt wächst seit Beginn des Jahres weiter

Berlin, 12. Juli 2017 (IGES Institut) – Das Fernbusangebot wächst seit Beginn des Jahres weiter, nachdem es nach weiteren Betriebseinstellungen geschrumpft war. Mit Stand Juli erfolgen derzeit 6.384 Fahrten pro Woche. Zu Beginn des Jahres waren es 5.724, im Juli 2016 allerdings noch 8.516. Die Zahl der Linien legte von 241 im Januar auf 251 zu.

Die Preise belaufen sich bei den normalen Tickets auf fast zehn Cent und bei den Angebotsfahrkarten auf knapp vier Cent pro Kilometer. Sie liegen damit etwas höher als im Juli des Vorjahres.

„Die derzeitige Entwicklung zeigt neben saisonalen Effekten, dass der konsolidierte Fernbusmarkt sich weiter optimiert und gezielte Ausweitungen im Fernbusnetz stattfinden. Die Preise im Fernbusgeschäft entwickeln sich derzeit auf weitgehend konstantem Niveau, so dass keine Steigerungen messbar waren“, sagte Christoph Gipp, Geschäftsführer am IGES Institut, auf dem Fernbuskongress in Mannheim, wo er jüngste Zahlen aus der IGES-Marktanalyse „Kompass Mobilität“ präsentierte.

Marktführer Flixbus hält inzwischen einen Marktanteil von 93 Prozent gemessen an Fahrplankilometern, gefolgt von eurolines mit drei Prozent sowie dem tschechische Anbieter Student Agency mit der Marke RegioJet mit einem Prozent.

„Der Fernbus ist jedoch kein Monopolist bezogen auf den gesamten Fernverkehrsmarkt, sondern steht im intermodalen Wettbewerb zum privaten Pkw als Marktführer sowie zu den Bahnangeboten im Fernverkehr und den innerdeutschen Flugverbindungen“, erläuterte Gipp. Er wies zudem darauf hin, dass die beobachtete Marktkonzentration bei den Anbietern kein ausschließlich deutsches Phänomen sei. Ähnliche Entwicklungen gebe es auch in Frankreich, wo der Markt seit August 2015 liberalisiert ist.