Veröffentlichungen des IGES Instituts
Hier finden Sie Veröffentlichungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IGES Instituts, die ihre wissenschaftliche Tätigkeit zeigen. Archiviert sind alle Arten von Publikationen, darunter Studienberichte, Gutachten, Fachartikel, Buchbeiträge oder Kongressposter.
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69576
Workshop "Ergebnisse und Perspektiven rheumaepidemiologischer Forschung in Deutschland" am 5. und 6. März 1998 in der Carl-Arnold-Stiftung, Bonn - Bad Godesberg. Abschlußworkshop zum BMBF-Förderschwerpunkt Rheumaepidemiologie.
Autoren: BMBF (Hg.)
Buch
Erscheinungsjahr: 1998
Auflage: 1. Auflage
Herausgeber:
69545
Betreuungsdienste für chronisch Kranke: BcK.
Autoren: Schräder W. F, Bohm S, Häussler B, Schmidt D
IGES Schriftenreihe
Erscheinungsjahr: 1998
16 Modelleinrichtungen für die Betreuung chronisch Kranker wurden in den Jahren 1992 bis 1995 im Rahmen eines Programms des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg aufgebaut. Als Grundlage für die Arbeit der interdisziplinären Teams, insbesondere für die enge Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, wurden therapeutische Konzeptionen für die folgenden Indikationen entwickelt: Diabetes mellitus, Rheuma, Schlaganfall, onkologische Erkrankungen, Haut-, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Auflage: 1. Auflage
Herausgeber: IGES Institut für Gesundheits- und Sozialforschung GmbH, Berlin
ISBN: 978-3000031335
69626
Financial analysis for the future restructuring of health care funging. Stage II. Study for the National Health Insurance Fund Administration of Hungary. Final report June 1998. Manuscript.
Autoren: Schneider M, Jacobs K, Dudey S, Debold H, Gabanyi M, Gibbs R, Hofmann U, Waldeck J
Bericht
Erscheinungsjahr: 1998
Auflage: 1. Auflage
69627
EDV-Vernetzung - Versuch einer Prognose.
Autoren: Häussler B
Buchkapitel
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Vernetzung von Arztpraxen. Rettung des Status quo oder neue Qualitätsstufe? Symposium des AOK-Bundesverbandes. Manuskript
Auflage: 1. Auflage
Seite(n):
Herausgeber: AOK-Bundesverband,
69632
Arzneimittelverbrauch und Morbiditätsunterschiede (Teil I).
Autoren: Häussler B, Bentz J, Nolting H.-D
Buch
Erscheinungsjahr: 1998
Auflage: 1. Auflage
Erschienen in: Arzneimittelverbrauch in Ost- und Westdeutschland
Herausgeber: Laukant, A.
Verlag, Ort: Novartis Pharma Verlag, Nürnberg
ISBN: 3-933185-20-3
69695
Zur funktionalen Abgrenzung von Beitragssatzregionen in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Autoren: Jacobs K, Reschke P, Wasem J
Buch
Erscheinungsjahr: 1998
Das gegenwärtige Nebeneinander regional und überregional kalkulierter Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen hat negative verteilungs- und wettbewerbspolitische Folgen. Anhand von drei zentralen Kriterien einer funktionalen Wettbewerbsordnung – Existenz und Qualität des Wettbewerbs sowie Beitragssatzgerechtigkeit – untersuchen die Autoren unterschiedliche Modelle der Abgrenzung von Beitragssatzregionen und von Regionalvarianten des Risikostrukturausgleichs aus ökonomischer Sicht.Die konzeptionell und empirisch ausgerichtete Studie bietet eine umfassende Analyse der verteilungs- und wettbewerbspolitischen Folgen unterschiedlicher Regionalmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie wendet sich damit an interessierte Leser aus Wissenschaft, Politik und Praxis der GKV.Die Verfasser, Mitarbeiter im Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) bzw. Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sind ausgewiesene Experten für die gesetzliche Krankenversicherung.
Auflage: 1. Auflage
Erschienen in: Gesundheitsökonomische Beiträge, Bd. 29
Herausgeber: Gäfgen, G. Oberender, P.
Verlag, Ort: Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
ISBN: 978-3-7890-5232-3
69717
Kosten-Wirksamkeits-Analyse als Instrument der Planung und Evaluation im Betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Autoren: Nolting H.-D
Buchkapitel
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Gesundheit und Produktivität: Gesundheitsförderung im Betrieb - mehr Kosten als Nutzen? Dokumentation zur Veranstaltung am 4. Juni 1998 in den Hamburger Gaswerken. Veranstaltungsreihe zum Jahresthema 1998: Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Gesunde Beschäftigte - Gesundes Unternehmen
Auflage: 1. Auflage
Seite(n): 27-33
Herausgeber: HAG [Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.],
Verlag, Ort: HAG, Hamburg
69764
Selbstüberprüfung der ärztlichen Tätigkeit mit Hilfe von Praxiscomputersystemen - Vorstellung eines "Audit-Moduls".
Autoren: Häussler B, Herold M
Konferenzbeitrag
Erscheinungsjahr: 1998
Publikationsart: Abstract
Erschienen in: Qualität der Gesundheitsversorgung messen, bewerten, darlegen und vergleichen - Konzepte, Methoden, praktische Beispiele auf dem Weg zur Zertifizierung und Akkreditierung: 3. Hamburger Workshop „Qualität im Gesundheitswesen“ und 5. Jahrestagung der GQMG [Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V.] - Abstractband
Herausgeber: Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Freien und Hansestadt Hamburg, GQMG, Hamburg
69784
Arznei- und Heilmittel: Kostenverlagerung vom Krankenhaus in die Praxis.
Autoren: Häussler B, Stapf-finé H
Originalarbeit
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Deutsches Ärzteblatt (Ausgabe A)95, (3)
ISBN: 0012-1207
69942
Untersuchung der Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises anhand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung.
Autoren: Schmidt D, Häussler B
Originalarbeit
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Zeitschrift für Rheumatologie57, (4)
ISBN: 0340-1855
DOI: 10.1007/s003930050099
69943
The BASF back pain project. Company interventions to reduce complaints caused by back pain among workers in production plants.
Autoren: Pluto R, Nolting H.-D, Zober A
Abstract
Erscheinungsjahr: 1998
Publikationsart: Abstract
Konferenzangaben: Abstract
PREMUS-ISEOH 98: 3rd International Scientific Conference on Prevention of Work-Related Musculoskeletal Disorders and 13th International Symposium on Epidemiology in Occupational Health, 1998, Marina Congress Center Helsinki (Finland)
Erschienen in: PREMUS-ISEOH 98: 3rd International Scientific Conference on Prevention of Work-Related Musculoskeletal Disorders and 13th International Symposium on Epidemiology in Occupational Health
69944
Specialty training and the personal use of benzodiazepines by physicians affect their proneness to prescribe tranquilizers.
Autoren: Linden M, Gothe H
Originalarbeit
Erscheinungsjahr: 1998
The decision on how to treat a patient does not depend on clinical matters or illness characteristics alone, but also on patient, physician and setting variables such as personality, training, or reimbursement. No research has yet been carried out to answer the question whether personal experience with medications also influences prescribing behavior. In this study, 124 physicians stratified according to specialty (neuropsychiatrists vs. general practitioners), type of institution (private practice vs. hospital), years of professional experience (young vs. old), and region (rural vs. urban) participated in a structured interview to evaluate their proneness to prescribe benzodiazepines for sleep disorders as well as their personal experience in taking benzodiazepines for their own sleep problems. Both specialty and personal experience were significantly related to proneness to prescribe. Other variables tested (region, institution, age, gender) did not help to explain the variance in benzodiazepine prescribing practice. Thus physician variables and, importantly, their own personal experience in taking the medication significantly influence treatment choice. Rational medical decision making and treatment guidelines must therefore take into account medical knowledge as well as knowledge of personal treatment preferences and professional biases.
69945
Versachlichung möglich? Zur Regionalisierungsdebatte in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Autoren: Jacobs K, Reschke P, Wasem J
Fachzeitschriften-Artikel
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Forum für Gesellschaftspolitik4, (2)
Seite(n): 49-52
69946
Ärztliche Qualitätszirkel in Berlin.
Autoren: Häussler B, Schmidt D
Fachzeitschriften-Artikel
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Berliner Ärzte35, (1)
Seite(n): 15-18
Verlag, Ort: Leipziger Verlagsanstalt GmbH
ISBN: 0939-5784
69948
Qualitätsmanagement in der Arztpraxis.
Autoren: Häussler B
Fachzeitschriften-Artikel
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Berliner Ärzte35, (1)
Seite(n): 19
Verlag, Ort: Leipziger Verlagsanstalt GmbH
ISBN: 0939-5784
69950
Moderne Konzepte zur Versorgung älterer Menschen am Beispiel des Evangelischen Geriatriezentrums Berlin (EGZB).
Autoren: Deckenbach B, Steinhagen-Thiessen E
Buchkapitel
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen in: Geriatrische Rehabilitation: Forschungsverbund Public Health Sachsen
Auflage: 1. Auflage
Seite(n): 97-115
Herausgeber: Kirch, W. Vodenitscharov, S. Krappweis, H.
Verlag, Ort: S. Roderer Verlag, Regensburg
69947
Qualitätszirkel in Rehabilitationskliniken: Was hat sich in der Praxis bewährt?
Autoren: Häussler B
Fachzeitschriften-Artikel
Erscheinungsjahr: 1998
Im Rahmen ihres Qualitätssicherungsprogrammes haben die Deutschen Rentenversicherungsträger in den Jahren 1994 und 1995 mehr als 400 Rehabilitationskliniken zum Aufbau von Strukturen verpflichtet, die ein umfassendes Qualitätsmanagement ermöglichen. Die Kliniken sollen dieser Forderung insbesondere dadurch nachkommen, daß sie Qualitätszirkel einrichten. Von 380 Kliniken lagen am Ende des Erprobungszeitraumes strukturierte Informationen vor. Danach wurden in 233 Kliniken insgesamt 558 Qualitätszirkel durchgeführt. Von diesen Qualitätszirkeln erfüllten aber nur 23,5% die Kriterien eines Qualitätszirkels. Weitere 34,7% der gemeldeten Aktivitäten können im weiteren Sinne als Aktivitäten bezeichnet werden, die im Rahmen der Entwicklung eines TQM-Systems sinnvoll sind, während es sich bei 41,8% lediglich um herkömmliche Routineaktivitäten im Sinne von Stationsbesprechungen etc. handelt. Die detaillierte Auswertung der Dokumentation zeigte, daß die Qualitätszirkel noch relativ stark mit Personen aus der Führungsebene besetzt sind und daß sie unter thematischen Aspekten noch relativ stark mit konzeptionellen Aufgaben befaßt sind. Die Einführung von Qualitätszirkeln kann vor dem Hintergrund der Vielzahl von Kliniken als relativ gut gelungen bewertet werden. Die Rentenversicherung sollte deshalb Qualitätszirkel weiterhin als Bestandteil ihres Programms betrachten. Within the framework of their quality assurance programme, the German statutory pension funds in 1994 and 1995 required over 400 rehabilitation hospitals to develop structures permitting to establish comprehensive quality management programmes. In particular, they asked that these hospitals should establish quality circles. Structured information could be gathered from 380 hospitals at the end of a pilot phase. According to this information, 233 hospitals conduct a total of 558 quality circles. However, only 23.5% of these quality circles fulfil the criteria of a well-structured quality circle. Another 34.7% of the reported activities can, in a broader sense, be considered as activities that might be helpful in developing Total Quality Management (TQM) systems, whereas 41.8% account for more routine activities such as floor meetings etc. A detailed analysis of the documented information revealed that a high proportion of quality circle participants are recruited from leadership positions. From a subject matter perspective, quality circles still focus on their conceptualization. Taking into consideration the large number of hospitals, the introduction of quality circles can be considered quite successful.
Erschienen in: Die Rehabilitation37, (Suppl. 1)
Seite(n): S20-S23
Verlag, Ort: Georg Thieme Verlag
ISBN: 0034-3536
69949
Effektivität eines Sekundär-Präventionsprogramms für asthmatisch und rhinitisch Erkrankte im Bäckerhandwerk.
Autoren: Grieshaber R, Nolting H.-D, Rosenau C., Stauder J., Vonier J
Originalarbeit
Erscheinungsjahr: 1998
Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) führt ein Präventionsprogramm für asthmatisch und rhinitisch Erkrankte im Bäckerhandwerk durch, die trotz ihrer berufsbedingten Erkrankung den Beruf nicht aufgeben wollen. Wesentlicher Teil des Programms ist ein auf die spezifische Situation der berufsbedingten Erkrankung zugeschnittenes interdisziplinäres Gesundheitsseminar zur Patientenschulung. 74 Teilnehmer des Gesundheitsseminars, die nach wie vor als Bäcker arbeiteten, wurden durchschnittlich 2,9 Jahre nach ihrer Teilnahme nachuntersucht. Für eine Teilgruppe von 55 Personen aus diesem Kollektiv konnten die Lungenfunktionsbefunde vor Eintritt in das Programm und bei der Nachuntersuchung verglichen werden. Berichtet werden Ergebnisse zu Veränderungen der Arbeitsumstände, Beschwerden, Lebensqualität und Lungenfunktion (FEV1) sowie der Medikation vor der Teilnahme und zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung. Die Prävalenz von 8 der 9 am häufigsten angegebenen Symptome nahm signifikant ab. Die Häufigkeit des Auftretens von Beschwerden am Arbeitsplatz und in der Freizeit sowie von Schlafstörungen und Notfallsituationen hatten signifikant abgenommen. Zwischen 64% und 85% der Bäcker stuften ihre Beschwerden, Leistungsfähigkeit, Privat- und Familienleben, beruflichen Perspektiven, Lebensfreude und die eigene Krankheitsbewältigungskompetenz als gebessert oder stark gebessert ein. Der mittlere FEV1 verschlechterte sich nicht (Veränderung von 88% ± 23 auf 90% ± 19). Subjektiv stuften die Bäcker ihre Atemnot als erheblich gebessert ein. Beschwerderückgang und stabilisierte Lungenfunktionswerte waren auch bei Probanden mit, nach dem Stufenschema, unveränderter oder reduzierter Medikation zu beobachten. Die Ergebnisse zeigen, daß durch die Teilnahme am Präventionsprogramm der BGN eine deutliche Reduktion des Beschwerdegrades bei einer überwiegenden Mehrzahl von weiterhin exponierten Bäckern erreicht werden konnte. Efficacy of a Secondary Prevention Programme for Bakers with Occupationally lnduced Respiratory Disease: Since 1992 the German industrial professional association for the food industry and gastronomy (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten), which is responsible for statutory accident insurance has been offering a specific patient education programme to bakers suffering from occupationally induced ob structive pulmonary disease or allergic rhino-conjunctivitis, who do not quit their jobs and wish to continue working as bakers. The programme aims at preventing aggravation of the disease 74 male bakers with a mean duration of illness of 10 years on entering the programme were examined between 1 and 5 years (mean: 2.9) after participating in the patient education seminar. For a subpopulation of 55 of these patients spirometric measurements were abailable for the time before programme entry and at follow-up. Data on time spent at the Bakehouse, prevalence of symptoms, frequency of symptoms at the site of working and during leisure hours, sleep disturbances and emergency situations were collected at the follow-up examination both for the time before programme entry and at follow-up, respectively. Direct ratings of the amount of changes in distress caused by the disease and of the quality of life were also obtained. The prevalence of 8 of the 9 most frequently reported symptoms decreased significantly, e.g. dysponoea from 70% to 42% a nd fear of suffocation from 30% to 3%. Participants reported on highly significant reductions in the frequency of disease-specific complaints during work and outside the working place, sleep disturbances and situations requiring immediate medical intervention. Between 64% and 85% of the patients experienced improvement of distress, physical and work performance, private and family life, and ability for self-management. Lung function did not deteriorate: mean FEV1 was 88% (± 23) at first and 90% (± 19) at second measurement. These results could not be explained by changes in medication. lt is concluded that the programme is effective in reducing symptoms and distress and in improving quality of life in bakers with occupational respiratory disease who voluntarily continue to work as bakers.
69402
Lebenserwartungen ost- und westdeutscher Frauen und Männer.
Autoren: Häussler B
Buchkapitel
Erscheinungsjahr: 1997
Erschienen in: Frauen in Ost und West - Zwei Kulturen, zwei Gesellschaften, zwei Gesundheiten
Auflage: 1. Auflage
Seite(n): 17-20
Herausgeber: Begenau, J. Helfferich, C.
Verlag, Ort: jos fritz Verlag, Freiburg (Breisgau)
ISBN: 3-928013-13-0
Bestandteil der Reihe: Schriftenreihe der Arbeitsgruppe "Frauen und Gesundheit" der DGMS, Bd. 1
69501
Chancen und Risiken des Betreuten Wohnens: Eine Betrachtung der volkswirtschaftlichen Gesamtkosten unterschiedlicher Wohnformen.
Autoren: Wüstenrot Stiftung
Buch
Erscheinungsjahr: 1997
Einsparungen in Milliardenhöhe wären möglich, wenn alle derzeit in Altenheimen und Altenpflegeheimen untergebrachten Menschen mit einem Betreuungsaufwand bis zur Pflegestufe II in Anlagen des Betreuten Wohnens versorgt würden. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES), Berlin und des Berliner Instituts für Sozialforschung (BIS), das im Auftrag der Wüstenrot Stiftung erarbeitet wurde. Die Untersuchung belegt, dass die Versorgung und Betreuung älterer Menschen im Betreuten Wohnen von den Gesamtkosten her gesehen in den meisten Fällen sehr viel günstiger als in Altenheimen oder Altenpflegeheimen ist. Lediglich bei Schwerstpflegebedürftigen, die rund um die Uhr Betreuung benötigen (Pflegestufe III), stellt die Heimversorgung die kostengünstigere Alternative dar. Die Berliner Wissenschaftler/innen haben die personenbezogenen Kosten für die Versorgung älterer Menschen mit unterschiedlichem Pflegebedarf in verschiedenen Wohnformen – im traditionellen Wohnen, im Betreuten Wohnen sowie in Altenheimen und Altenpflegeheimen – verglichen. Um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, wurde jeweils von einer vollprofessionellen Versorgung ausgegangen. Einsparungen sind im traditionellen Wohnen und im Betreuten Wohnen durch Hilfeleistungen aus dem familiären Bereich und/oder der Nachbarschaft möglich. Die Betreuung einer Person der Pflegestufe I kostet im traditionellen Wohnen beispielsweise 2968,- DM im Monat, im Betreuten Wohnen sind es 2623,- DM/Monat, in Alten- und Altenpflegeheimen sogar 3194,- DM/Monat. Die Gutachter haben für das Betreute Wohnen ein Potential von insgesamt 3,7 Mio. Menschen ermittelt, für die jetzt oder in naher Zukunft das Betreute Wohnen die günstigere und bessere Wohnform wäre. Neben den oben genannten Senioren aus Heimen ist das Betreute Wohnen dem Gutachten zufolge vor allem für all diejenigen Personen über 65 Jahre sinnvoll, die im Bedarfsfall auf keine oder nur unzureichende Unterstützung aus dem familiären Bereich zurückgreifen können. Berücksichtigt man darüber hinaus, dass verschiedene Befragungen immer wieder ergeben haben, dass das Betreute Wohnen den Wünschen der älteren Menschen nach selbstbestimmter und selbstständiger Lebensführung sehr weit entgegen kommt, so dürfte das Gutachten die Forderung unterstützen, dem Betreuten Wohnen zukünftig noch mehr Bedeutung beizumessen als bisher – und dies vor allem auch was die Förderung durch die öffentliche Hand anbelangt.
Auflage: 1. Auflage
Herausgeber:
Verlag, Ort: IRB Verlag, Stuttgart
ISBN: 3-8167-5341-8