Bestandsaufnahme in der Hebammenversorgung: Befragung aller Kliniken mit Geburtshilfe

Nach mehreren landesspezifischen Studien zur Versorgung mit Hebammenleistungen untersucht das IGES Institut nun bundesweit die Situation in der Geburtshilfe. Beauftragt hat dies das Bundesministerium für Gesundheit.

Berlin, 20. Mai 2019 (IGES Institut) - Ziel ist es, den aktuellen Stand der Hebammenversorgung in Krankenhäusern zu erheben und Ursachen für mögliche Versorgungsengpässe zu erkennen. In jüngster Zeit gab es immer wieder Berichte über Unterversorgung, obwohl in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Hebammen ergriffen wurden. Auch ist die Zahl der Hebammen und Entbindungspfleger kontinuierlich gewachsen. Die von den Bundesländern beauftragten Untersuchungen haben bisher regional sehr verschiedene Erkenntnisse hervorgebracht. Nach Angaben des Ministeriums lässt sich die Situation mit den derzeit bereitstehenden statistischen Daten nicht zuverlässig beurteilen.

Klarheit soll nun das IGES-Gutachten mit dem Titel „Stationäre Hebammenversorgung“ bringen. Bundesweit sollen dafür Mütter und alle Krankenhäuser mit einer geburtshilflichen Abteilung sowie die dort tätigen Hebammen befragt werden. Rund 15.000 Hebammen wurden dafür angeschrieben. Die Online-Befragung ist unter der Internetadresse www.hebammenbefragung-bund.de zu finden. Zugänge dafür erhalten Hebammen über ihre Kliniken.
 
Gesammelt werden Daten etwa über den Tätigkeitsumfang und die Arbeitsbelastung von Hebammen und Entbindungspflegern. Die IGES-Wissenschaftler sollen abschließend auch Handlungsempfehlungen geben, um die Versorgungssituation zu verbessern. Die Befragung endet am 30. Juni 2019.