Krankenstand im ersten Halbjahr etwas geringer als im Vorjahr

Im ersten Halbjahr 2025 blieb der Krankenstand mit 5,4 Prozent auf einem hohen Niveau, lag jedoch leicht unter dem Vorjahreswert von 5,7 Prozent. Besonders betroffen waren dabei Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege sowie in Kindertagesstätten, die deutlich überdurchschnittliche Fehlzeiten aufwiesen. Ursache waren vor allem Erkältungs- und Grippeerkrankungen.

Berlin, 5. August 2025 (IGES Institut) – Dies geht aus einer aktuellen Analyse des Berliner IGES Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor, für die Daten von 2,25 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten ausgewertet wurden. Ein Krankenstand von 5,4 Prozent bedeutet, dass an jedem Tag von Januar bis Juni 2025 im Durchschnitt 54 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben waren.

Anstieg bei Fehltagen wegen Atemwegserkrankungen

Besonders auffällig war der Anstieg bei Arbeitsunfähigkeit infolge von Atemwegserkrankungen. Die Fehltage aufgrund von Grippe und Erkältungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent. Diese Erkrankungen verursachten von Januar bis Juni 2025 rund 221 Fehltage je 100 Versicherte, während es im gleichen Zeitraum 2024 nur 196 Tage waren. Der Anstieg geht vor allem auf eine Erkältungswelle im Januar und Februar zurück, die ab dem zweiten Quartal wieder abebbte.

Mit einem Anteil von 22,4 Prozent stellten Atemwegserkrankungen die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit dar. Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen folgten mit jeweils 17 Prozent. Bei diesen beiden Krankheitsarten gab es jedoch einen Rückgang der Fehltage um sieben beziehungsweise acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was zum leichten Gesamtrückgang des Krankenstands beitrug.

Jeder zweite Erwerbstätige war mindestens einmal krankgeschrieben

Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag bei 9,5 Tagen und war damit geringer als im ersten Halbjahr 2024 (10,0 Tage). Insgesamt war jeder zweite Erwerbstätige zwischen Januar und Juni 2025 mindestens einmal krankgeschrieben.

Berufsgruppen sind unterschiedlich betroffen: Besonders viele Fehltage hatten Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege mit durchschnittlich 12,9 Tagen pro Kopf, ähnlich viele Fehltage hatten Beschäftigten in Erziehungsberufen wie Kita-Mitarbeiter mit 12,7 Fehltagen. Beide Berufsgruppen lagen damit über dem Durchschnitt von knapp zehn Fehltagen. Am anderen Ende des Spektrums standen IT-Berufe mit lediglich 6,4 Fehltagen pro Kopf – nur halb so viele wie in der Alten- und Krankenpflege.