Von der Information zur Innovation.

Das IGES Institut ist seit mehr als 45 Jahren einer der wichtigsten Akteure für Gesundheitssystemforschung und Beratung in Deutschland. Es unterstützt politische Entscheidungsträger, Krankenkassen, Leistungserbringer und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft dabei, die Gesundheitsversorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Basis seiner Arbeit sind evidenzbasierte und datengetriebene Analysen auf höchstem methodischem Niveau.

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Aktuelle Projektergebnisse

Studie zur Zukunft der Primärversorgung: Was die anstehende Reform berücksichtigen sollte

Gesundheitspolitk

Studie zur Zukunft der Primärversorgung: Was die anstehende Reform berücksichtigen sollte

Der Hausarztmangel spitzt sich weiter zu. Waren im Jahr 2024 bundesweit rund 4.400 Hausarztsitze unbesetzt, werden es im Jahr 2040 einer IGES-Prognose zufolge 12.000 sein. Das entspricht jedem fünften Hausarztsitz. Bezogen auf Baden-Württemberg bedeutet dies, dass rund 6,5 Millionen hausärztliche Behandlungsfälle nicht mehr versorgt werden könnten. Laut IGES könnte diese Lücke durch optimierte personelle, organisatorische und technologische Bedingungen geschlossen werden. Dies setze jedoch eine echte Primärversorgung voraus, die mehr ist als eine bloße Steuerung zum Facharzt. Die geplanten Reformen in diesem Bereich sollten daher vor allem auf den Aufbau einer interprofessionellen und mit regionalen Angeboten kooperierenden Versorgung setzen.
20.07.2026

Krankenstand im ersten Halbjahr sinkt leicht

Krankschreibungen

Krankenstand im ersten Halbjahr sinkt leicht

Der Krankenstand in der ersten Hälfte des Jahres sinkt erneut, verharrt aber weiter auf hohem Niveau. Er lag in der ersten Hälfte 2026 bei 5,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als der Vorjahreswert und 0,4 Prozentpunkte als im ersten Halbjahr 2024. Vor allem Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.
20.07.2026

Befragung: Nur jeder Vierte ab 50 will mit Aktivrente länger arbeiten

Arbeiten im Alter

Befragung: Nur jeder Vierte ab 50 will mit Aktivrente länger arbeiten

Nur einer von vier Beschäftigten ab 50 Jahren kann sich gut vorstellen, die Aktivrente für eine längere Berufstätigkeit zu nutzen. Häufigster Hinderungsgrund ist bei Frauen der eigene Gesundheitszustand, bei Männern hingegen der fehlende finanzielle Anreiz. Zugleich zeigt sich: Wer als älterer Beschäftigter wenig Anerkennung für sein Erfahrungswissen durch Vorgesetzte erhält, plant häufiger einen frühzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben.
22.06.2026

Pflegebedarf wächst schneller als erwartet: IGES legt aktualisierte Prognose für Bayern bis 2050 vor

Pflegestrukturplanung

Pflegebedarf wächst schneller als erwartet: IGES legt aktualisierte Prognose für Bayern bis 2050 vor

Die Zahl der Pflegebedürftigen hat sich bundesweit rasanter entwickelt als demographisch zu erwarten gewesen wäre. Das hat Folgen für die Pflegestrukturplanung der Bundesländer. Bayern hat daher bisherige Pflege-Prognosen vom IGES Institut neu berechnen lassen. Demnach wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern von rund 630.000 im Jahr 2023 voraussichtlich um mehr als die Hälfte auf 980.000 Menschen im Jahr 2050 zunehmen. Demgegenüber könnte ein Mangel an Pflegefachkräften von bis zu 21.000 Vollzeitstellen stehen.
10.06.2026

IGES Institut setzt Kooperation mit chinesischen Gesundheitsforschern fort

Deutsch-chinesische Zusammenarbeit

IGES Institut setzt Kooperation mit chinesischen Gesundheitsforschern fort

Das IGES Institut und das chinesische National Health Development Research Center (CNHDRC) haben eine Kooperationsabsichtserklärung unterzeichnet. Das CNHDRC ist eine der Nationalen Gesundheitskommission (NHC) der Volksrepublik China direkt unterstellte Einrichtung für gesundheitspolitische und -ökonomische Forschung und Beratung. Es versteht sich als nationales Kompetenzzentrum für das Gesundheitswesen und wirkt an der Entwicklung und Evaluation von Gesundheitsreformen in China mit.
29.05.2026

Weitere Informationen aus dem IGES Institut


Dr. Julia K. Wolff weitere Geschäftsführerin des IGES Instituts

IGES intern

Dr. Julia K. Wolff weitere Geschäftsführerin des IGES Instituts

Das IGES Institut erweitert seine Geschäftsführung: Dr. Julia K. Wolff wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2026 zur Geschäftsführerin berufen. Damit wird das Institut nun von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geleitet. Ihr gehören außerdem Hans-Dieter Nolting, zugleich Bereichsleiter Gesundheitsversorgung, sowie Dr. Martin Albrecht an, der auch den Bereich Gesundheitspolitik leitet.

Alternsbedingte Schwerhörigkeit: Teilnehmer für Anwendungsstudie gesucht

Forschung

Alternsbedingte Schwerhörigkeit: Teilnehmer für Anwendungsstudie gesucht

Kann ein psychosoziales Trainingsprogramm das Leben mit alternsbegleitender Schwerhörigkeit verbessern und die Bereitschaft fördern, ein Hörgerät zu tragen? Dieser Frage geht eine neue Untersuchung im Rahmen des bundesweiten Forschungsprojekts AgeHearing-QoL nach, an dem das IGES Institut beteiligt ist. Am 1. Juni 2026 startet die Anwendungsstudie im Tinnituszentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Analysen zur neuen US-Arzneimittelpreispolitik: Deutschland als Referenzmarkt für Arzneimittelpreise

Webinar zur US-Arzneimittelmarktpolitik

Analysen zur neuen US-Arzneimittelpreispolitik: Deutschland als Referenzmarkt für Arzneimittelpreise

Deutschland nimmt unter den europäischen Referenzländern der neuen US-Meistbegünstigungspolitik eine Sonderstellung ein. Als einziges europäisches Land mit öffentlich zugänglichen Netto-Erstattungsbeträgen bietet Deutschland den US-Behörden eine direkt verwertbare Preisreferenz. Welche Folgen das für die künftige Versorgung deutscher Patienten mit innovativen Arzneimitteln hat, ist derzeit noch offen.

Eigenverantwortung in der Gesundheitspolitik: Wird sie ihr politisches Comeback haben?

Reformen im Gesundheitswesen

Eigenverantwortung in der Gesundheitspolitik: Wird sie ihr politisches Comeback haben?

Ein neues Buch von IGES-Leiter Prof. Dr. Bertram Häussler bietet einen einzigartigen, evidenzbasierten Überblick zur Bedeutung und Entwicklung von Eigenverantwortung im deutschen Gesundheitswesen. Neben anschaulichen Analysen historischer und aktueller Reformen behandelt es zentrale Fragen zur Wirksamkeit und Akzeptanz von Eigenverantwortung als Steuerungsinstrument. Häussler wertet Gesetzestexte und Bevölkerungsbefragungen aus, analysiert Medienberichte und vergleicht die Präferenzen verschiedener Akteure. Das Buch liefert praxisnahe Orientierung, zeigt Chancen und Grenzen auf und gibt Empfehlungen für die künftige Gestaltung des Gesundheitssystems.


Daten im Überblick


Wie hat sich die Erreichbarkeit von Apotheken für die Bundesbürger verändert?

Apothekenwesen

Wie hat sich die Erreichbarkeit von Apotheken für die Bundesbürger verändert?

Obwohl in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Apotheken erheblich zurückgegangen ist, können die meisten Menschen weiterhin ähnlich gut eine Apotheke erreichen wie noch im Jahr 2020. Nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung haben sich die Wege verlängert, dies vor allem im fußläufigen Nahbereich. Weiterhin gilt, dass 99,9 Prozent der Menschen mit dem Auto innerhalb von 15 Minuten eine Apotheke erreichen.
12.03.2026

Sozialabgaben könnten 2035 auf bis zu 50 Prozent steigen

Beitragssatzentwicklung

Sozialabgaben könnten 2035 auf bis zu 50 Prozent steigen

Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt durch das absehbare Auslaufen der jüngsten Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung und Mehrausgaben weiterhin unter Druck. Einer aktuellen IGES-Projektion zufolge droht den Krankenkassen 2027 eine Finanzlücke von bis zu zwölf Milliarden Euro. Ohne weitere Stabilisierungsmaßnahmen sind dort, aber auch in anderen Zweigen der Sozialversicherung, kräftige Beitragssatzsteigerungen absehbar.
28.01.2026

Veröffentlichungen

Originalarbeit

Studie über Hindernisse bei der Einführung erweiterter Pflegekompetenzen in der ambulanten Pflege

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Fachzeitschriften-Artikel

Fachbeitrag über die Personalbemessung in stationären Pflegeeinrichtungen

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Fachzeitschriften-Artikel

Debatte um die Primärversorgung: Analyse zeigt Wege für besseres Versorgungsmanagement

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Eine neue Ära der Versorgungsforschung: FDZ-Projekte mit dem IGES Institut

Mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Gesundheitsdaten

Eine neue Ära der Versorgungsforschung: FDZ-Projekte mit dem IGES Institut

Ein Meilenstein für die Gesundheitsforschung in Deutschland: Das neue Forschungsdatenzentrum (FDZ ) Gesundheit am BfArM bietet erstmalig Zugang zu einem einzigartigen Datenbestand mit Informationen von rund 73 Millionen gesetzlich krankenversicherten Personen. Die Daten können für vielfältige Zwecke genutzt werden: Verbesserung der Versorgungsqualität, Planung von Leistungsressourcen, Wirksamkeitsanalysen, Gesundheitsberichterstattung und wissenschaftliche Forschung. IGES begleitet Forschungsvorhaben mit FDZ-Daten: von der ersten Forschungsidee über die Antragstellung und Entwicklung der Analyseskripte bis hin zu Durchführung der Analysen im FDZ-Analyseraum und Ergebnisaufbereitung. Mit über 40 Jahren Expertise in der Analyse von Gesundheitsdaten macht IGES das volle Potenzial der FDZ-Daten für verschiedenste Forschungsfragen zugänglich.
26.01.2026

Standorte der IGES Gruppe

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