Bundesweite Online-Befragung: Teilnehmer mit altersbegleitender Schwerhörigkeit gesucht

Wie es sich mit altersassoziierter Schwerhörigkeit lebt, steht im Mittelpunkt einer aktuellen Befragung. Sie findet im Rahmen des bundesweiten Forschungsprojekts AgeHearing-QoL statt und untersucht, welche Faktoren die Lebensqualität bei altersbegleitender Schwerhörigkeit beeinflussen. An der Online-Befragung können alle Menschen ab 40 Jahren teilnehmen, die erste Anzeichen oder bereits eine fortgeschrittene altersbedingte Schwerhörigkeit haben. Die Teilnahme ist noch bis Ende März 2026 möglich. Das IGES Institut ist Projektpartner.

Berlin, 19. Februar 2026 (IGES Institut) - Ziel der Befragung ist es, insbesondere psychosoziale Einflussfaktoren auf die Lebensqualität, wie wahrgenommenen Stress, soziale Unterstützung, Anpassungsfähigkeit oder das subjektive Erleben des Älterwerdens im Zusammenhang mit Hörproblemen besser zu verstehen. Sie ist ein wesentliches Element des vom Innovationsfonds geförderten Projektes „Psychosoziale Faktoren für die Lebensqualität älterwerdender Menschen mit Schwerhörigkeit: Neue Ansätze für die Versorgung“ (AgeHearing-QoL).

Hintergrund ist, dass in Deutschland laut Hochrechnungen mehr als zehn Millionen Menschen von einer mindestens leichten Hörminderung betroffen sind. Unbehandelte Schwerhörigkeit kann weitreichende Folgen haben und unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Stürze, Demenz oder Depressionen sowie mit Einschränkungen der sozialen Teilhabe verbunden sein.

Kernziel des Projekts ist die Entwicklung eines psychosozialen Trainingsprogramms, das die Lebensqualität älterer Menschen mit altersbedingter Schwerhörigkeit zusätzlich zu oder im Zusammenspiel mit der Nutzung von Hörgeräten verbessert. Die aktuell laufende Online-Befragung dient unter anderem dazu, relevante psychosoziale Ressourcen zu identifizieren, die bei der Bewältigung von Hörproblemen im Alter eine Rolle spielen. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird eine kurze psychosoziale Gruppenintervention konzipiert.

In einer Feldstudie an der Charité wird das entwickelte Trainingsprogramm anschließend erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Dabei wird untersucht, wie sich eine frühzeitige Hörgeräteversorgung auf die Lebensqualität auswirkt und ob die Hörgeräteversorgung allein oder in Kombination mit dem psychosozialen Training bessere Ergebnisse erzielt.

Das Forschungsprojekt AgeHearing-QoL wird von einem Konsortium unter Leitung der Hochschule Landshut, der Universitätsmedizin Greifswald und der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführt. Weitere Partner sind das IGES Institut, der Hörgerätehersteller WSAudiology, der Deutschen Schwerhörigenbund, die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. sowie das Tinnitus-Zentrum der Charité. Das bis März 2028 laufende Vorhaben wird vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss mit über 1,4 Millionen Euro gefördert.

Informationen zur Befragung und zur Teilnahme

Wer kann teilnehmen?
Menschen ab 40 Jahren mit ersten Anzeichen oder bereits fortgeschrittener altersbegleitender Schwerhörigkeit – mit und ohne Hörgeräte.


Technische Teilnahmevoraussetzungen:

Internetfähiges Endgerät (PC, Handy o. Ä.)
Kopfhörer für ein optionales Hörscreening


Worum geht es?

Erforscht wird, welche Faktoren die Lebensqualität von Menschen mit altersbegleitender Schwerhörigkeit beeinflussen.


Zeitaufwand:

Etwa 30 bis 40 Minuten - plus ein optionales Hörscreening


Link zur Teilnahme (Teilnahmemöglichkeit bis 30. März 2026):

Zur Befragung

Innovationsfonds Versorgungsforschung