Krankenstand im ersten Halbjahr sinkt leicht

Der Krankenstand in der ersten Hälfte des Jahres sinkt erneut, verharrt aber weiter auf hohem Niveau. Er lag in der ersten Hälfte 2026 bei 5,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als der Vorjahreswert und 0,4 Prozentpunkte als im ersten Halbjahr 2024. Vor allem Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

Berlin, 20. Juli 2026 (IGES Institut) – Sie verzeichneten ein Minus um 21 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen um neun Prozent, die damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Berliner IGESInstituts im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor, für die Daten von 2,2 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten ausgewertet wurden.

Ein Krankenstand von 5,3 Prozent bedeutet, dass an jedem Tag von Januar bis Juni 2026 im Durchschnitt 53 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben waren. Den dritten Rang unter den Krankschreibungsursachen belegen wie im Vorjahr Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Vor allem bei Jüngeren geht Krankenstand zurück

Bei den jüngeren Beschäftigten fiel der Rückgang des Krankenstands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum am stärksten aus: In der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen sank der Krankenstand um jeweils 0,3 Prozentpunkte, und auch in allen übrigen Altersgruppen bis 55 Jahre gab es rückläufige Fehlzeiten. Eine Ausnahme bildeten die über 60-Jährigen: Bei ihnen legte der Krankenstand entgegen dem allgemeinen Trend um 0,3 Prozentpunkte zu, da zwar weniger Krankschreibungen ausgestellt wurden, diese im Schnitt aber länger andauerten

Auch die Erkrankungsdauer insgesamt nahm leicht zu: Im ersten Halbjahr 2026 dauerte eine Krankschreibung im Schnitt 9,7 Tage, ein Jahr zuvor waren es noch 9,5 Tage gewesen. 2024 jedoch zehn Tage.

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